Herzlich willkomme i üsem Rebhus
"Schätze vom Rebhus" ist unser generationenübergreifendes Herzensprojekt, in das wir fast jede freie Minute investieren und die ganze Familie mit Spass einbinden. Hier verbinden wir natürlichen Weinbau mit traditionellem Handwerk und bewussten Konsum – und teilen unsere Erfahrungen, Produkte und unser Wissen mit anderen. Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Portion Selbstironie und der Einladung zum gemeinsamen Lernen.
Wer wir sind oder wer wir nicht sind
Eins vorweg. Wir sind weder Profi-Winzer noch Nachhaltigkeitsexperten, noch wissen wir alles Besser - naja manchmal schon ;-). Wer wir sind, ist eine Familie mit viel Respekt und Liebe zur Natur. Wir sind neugierig, bestrebt Neues zu lernen und haben keine Angst vor kleineren und grösseren Garten- und Küchenexperimenten. Wir sind dankbar für die vielen Schätze, die uns unser Rebhus beschert. Wir sind dazu bestrebt, all diese Gaben möglichst optimal zu nutzen und zu verwerten. Neben Familie mit Kleinkind, Baby und Katzen, Beruf und dem allgemeinen täglichen Chaos, ist dies natürlich nicht immer so einfach. Umso mehr schätzen wir unsere gute Seele des Betriebs, meinen Schwiegervater Peter Freitag, der alles im Hintergrund picobello in Schuss hält.
Was uns antreibt: Verbindung von Moderne mit Tradition
Mein Mann verbrachte als Kind zahlreiche glückliche Momente im Rebhus bei seinen Grosseltern. Als er das Rebhus mit dem umliegenden Land im Jahr 2019 übernahm, ging ein langersehnter Kindheitswunsch in Erfüllung. Für uns war klar, wir möchten den Betrieb modernisieren und gleichzeitig den ursprünglichen Charme bewahren. Und dabei darf der ökologische Gedanke natürlich nicht zu kurz kommen.
So mussten die pflegeintensiven Blauburgunder und Gamaret Rebstöcke den neuen PiWi Sorten Divco und Divona weichen, die niederstämmigen Apfelbäume wurden durch hochstämmige Apfelbäume und eine Naturwiese ersetzt (die alten Apfelbäume hatten längst ihre Lebensdauer überschritten), das Dach der ehemaligen Obsthalle wurde mit einer Photovoltaik-Anlage verschönert und einheimische Hecken und Sträucher wurden gesetzt. Diese dienen u.a. Tieren als Verbindung zwischen verschiedenen Waldstücken und sind Lebensräume diverser Insekten.
Unser Wunsch ist es, unseren Ideenschatz hier mit interessierten Menschen zu teilen, uns auszutauschen und von anderen zu lernen. Denn man hat bekanntlich nie ausgelernt und jeder gerettete Apfel, jede zusätzlich Nisthilfe und jedes vermiedene chemische Pflanzenschutzmittel zählt. Wie mein Mami zu pflegen sagte: „Chlivieh macht au Mischt". Und genau diese kleinen Schritte motivieren uns.
Ein Blick in unsere Schatzkammer
Flüssige Schätze: Die ersten Schweizer pilzresistenten Rebsorten Divico und Divona
Nachdem wir sieben Jahre lang mit Blauburgunder und Gamaret experimentiert hatten, mussten wir uns ehrlich eingestehen, dass der intensive Einsatz chemischer Behandlungsmittel einfach nicht mit unseren Werten übereinstimmte. Zudem war der zeitliche Aufwand für die Pflege der Rebstöcke verhältnismässig hoch. Also suchten wir nach einer ökologischeren und eine pflegeärmere Alternative, die unsere Gaumen trotzdem erfreute.
Bei unserer Schatzsuche stiessen wir schlussendlich auf die neue Sorte Divico, die geschmacklich an einen Gamaret erinnert und gleichzeitig fast keine Behandlung benötigt und uns mehr Freizeit gewährt. So was nennt man wohl eine richtige Win-Win-Win Situation. Aufgrund der gewonnen Zeit - oder war es eher aufgrund meines Drängens hin? - entschieden wir uns, zusätzlich einen Weisswein zu produzieren. Wie es der Zufall so wollte, hat Divico eine jüngere Schwester Divona, die ideal für dieses Vorhaben geeignet ist.
Handwerkliche Schätze: Wenn einem gefallenen Baum ein zweites Leben geschenkt wird
Mein Schwiegervater ist ein Mann mit zahlreichen Talenten. Gelernter Stromer, Katzenflüsterer, Grosspapi extraordinaire, Winzer, Landschaftsgärtner, Handwerker und Baumeister in einem. Nur um den Kochherd macht er einen grossen Bogen, was dem Gemeinwohl zu Gute kommt. Des Weiteren hat er sich der Drechslerkunst verschrieben.
Um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, hat er sich im oberen Stockwerk der Remise, unserem „Hobby- und Veranstaltungsraum", seine Drechselwerkstatt eingerichtet. Insbesondere an kühleren Tagen ist er dort oft anzutreffen, stets treu begleitet von Dija unserer „Hofkatze". In seinem Reich verarbeitet er Holz, das er vom eigenen Grundstück bzw. aus der nahen Umgebung zusammenträgt, zu kleinen Bijouxs. Beim Holz achtet er darauf, dass die Bäume auf natürliche Weise ihr Lebensende erreicht haben, sei es zum Beispiel aufgrund eines Sturms, Krankheit oder des fortgeschrittenen Alters. Jeder gedrechselte Gegenstand ist ein Unikat, in dem ganz viel Liebe und Herzblut steckt.
Wissensschätze: „Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information" (Albert Einstein)
In unserem Blog möchten wir unser Wissen und unsere Erfahrungen zum Anpflanzen, Verarbeiten und Lagern von Lebensmitteln teilen. Daneben werdet ihr auch lebendige Geschichten aus dem Rebhus-Alltag finden, könnt unsere Weinreise vom Rebstock bis zur Flasche mitverfolgen und bekommt exklusive Einblicke in die Geheimnisse der Drechselwerkstatt.
Wir möchten nicht von der Kanzel predigen. Im Gegenteil, wir möchten über unsere Selbstversuche berichten - sowohl über die erfolgreichen, wie auch über die kläglich gescheiterten. All unsere Tipps testen wir selbst und prüfen sie auf Herz und Nieren, ob sie auch im chaotischen Alltag mit Kinder und Arbeit praktikabel sind. Und natürlich sind wir auch auf eure Tipps und Tricks gespannt, wie ihr Nachhaltigkeit in eurem Haushalt integriert. Wir freuen uns auf einen regen Wissensaustausch.
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Ob du...
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ein handgefertigtes Drechselobjekt für dein Zuhause suchst,
dich für alltagstaugliche Nachhaltigkeitstipps interessierst,
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...wir freuen uns, wenn du deine Gedanken, Erfahrungen und auch kritischen Fragen mit uns teilst. Denn nur im Austausch wächst unser gemeinsamer Wissensschatz.
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Bis dahin: Herzlich willkomme i üsem Rebhus – einem Ort zwischen Tradition und Moderne, zwischen Idealismus und Realität, zwischen "schon ganz gut" und "noch viel zu lernen".
Zu guter Letzt
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