Januar - Schätze ordnen

Wir sind Jäger und Sammler. Doch spätestens, wenn die Höhle randvoll ist, wird es Zeit für eine Bestandsaufnahme unserer Schätze.

Was bringt uns (noch) Freude?
Was braucht einen Neuanschliff?
Und was liegt nur noch da, weil es „schon immer“ da lag?

Nach meiner Erfahrung wächst mit jedem zusätzlichen Schrank auch das, was wir darin vergessen. Und desto schwieriger wird es, den Überblick über die wirklich wertvollen Schätze zu behalten.

Inspiriert von Marie Kondo und The Home Edit habe ich deshalb vor drei Jahren das gesamte Rebhus der KonMari-Methode unterzogen. Jedes Zimmer, jeder Schrank und jede Schublade wurde komplett ausgeräumt. Nur das, was uns Freude machte oder was wir wirklich behalten mussten, fand wieder einen festen Platz in unserer Schatztruhe.

Die Prozedur zog sich über gut einen Monat hin und kostete einige Nerven. Das Endergebnis war es aber allemal wert: Ich fühlte mich leichter – und selbst drei Jahre später trägt dieser Aufwand noch Früchte.

Und trotzdem: Mit Baby und Kind hat sich wieder einiges angesammelt. Und Estrich, Waschküche und Garage kamen damals zu kurz.
Was gibt es also Besseres, als die Neujahresenergie zu nutzen – nicht um alles „wegzubekommen“, sondern um wieder hinzusehen?

Deine Einladung zur Schatzsuche

Im Januar geht es nicht um radikales Ausmisten. Es geht ums Wahrnehmen und Ordnen.

Vielleicht magst du dir dafür eine kleine Schatzkammer vornehmen:
eine Schublade, ein Regal oder eine Ecke, die du schon lange nicht mehr bewusst geöffnet hast.

  • Was liegt hier eigentlich?

  • Was davon nutzt du wirklich – und was versteckt sich nur?

  • Was verdient einen besseren Platz?

Mehr braucht es nicht. Manchmal reicht eine Schublade und eine stille Stunde.

Ausblick: Im Februar schauen wir dann gemeinsam, was davon weiterziehen darf – verschenkt, verkauft oder gespendet. Aber jetzt geht es zuerst nur ums Sortieren und Klarwerden. Ausser du hast die Energie dazu - dann möchten wir dich auf keinen Fall aufhalten.

Unsere Schatzsuche im Rebhus

Wir halten es dieses Jahr bewusst klein. Nicht alles auf einmal – eher Schritt für Schritt.

Wir starten dort, wo sich im letzten Jahr besonders viel angesammelt hat:

  • Babykleiderschrank: Überblick schaffen, Grössen ordnen

  • Babysachen: sammeln, sortieren, in Kategorien legen

  • Waschküche & Garage: eine Zone nach der anderen – ohne Eile

Ob wir alles schaffen? Keine Ahnung.

Aber wir beginnen. Und das ist für den Januar bereits genug.

Frage zum Mitnehmen

Was hältst du fest – aus Gewohnheit oder aus schlechtem Gewissen?

Im Februar öffnen wir die Türen unserer Schatzkammern. Was wir im Januar gesehen und geordnet haben, darf nun dorthin weiterziehen, wo es wieder gebraucht wird.

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Ein Jahr auf Schatzsuche