März – Aus Alt mach Neu
Seit ein paar Monaten hat mich das Upcycling-Fieber voll gepackt. Ja, man – also mein Mann ;-) – könnte schon fast behaupten, ich sei davon besessen, alten, ausgedienten oder einfach nicht (mehr) gebrauchten Gegenständen neues Leben einzuhauchen.
Begonnen hat alles mit dem Wunsch unserer Tochter, sich an der Fasnacht als Eule zu verkleiden. Dafür verwandelte ich ein Stück Stoff, das von einem vor Jahren begonnenen und nie umgesetzten DIY-Projekt in meinem Bastelschrank vor sich hin schlummerte, und zwei Schals aus dem Brocki in einen Eulenumhang inklusive Maske.
Seither sind einige kleinere Upcycling-Projekte entstanden: ein Kartenhalter für unsere Grosse für Spieleabende, eine Blumenvase aus unseren eigenen Weinflaschen oder auch Kinderhosen mit Löcher. Ich habe sie kurzerhand gekürzt und ihnen mit Rüschen und Fransen aus Stoffresten ein Sommer-Glow-up verpasst. So dürfen sie noch eine Saison weiterglänzen.
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es gibt keine Regeln und kein Richtig oder Falsch – und genau das macht diese Projekte so erfüllend. Je nach Zeit und Ressourcen dürfen sie grösser oder kleiner sein. Und wenn mal etwas schiefgeht, ist es auch kein Drama. Der Gegenstand wäre sonst wohl im Müll gelandet – korrekt recycelt, versteht sich ;-).
Ursprünglich wollte ich schreiben, dass Upcycling eine wunderbare Möglichkeit ist, unseren Kindern beizubringen, nicht alles wegzuwerfen, sondern kreativ zu werden und Dinge neu zu nutzen. Aber ehrlicherweise ist es wohl eher umgekehrt: In diesem Bereich können wir viel von unseren Kindern lernen. Bei unserer Tochter wird aus einem Blatt Papier ein Handy, aus WC-Rollen entstehen Prinzessinnen und eine grosse Kartonschachtel diente wochenlang als Strandhaus.
Upcycling muss nicht aufwendig sein. Manchmal genügt es, einem Gegenstand einfach einen neuen Zweck zu geben. Mein Mami hat zum Beispiel einmal einen WC-Besenbehälter kurzerhand in eine stilvolle Blumenvase verwandelt – ungebraucht, versteht sich ;-).
Das Wichtigste bei all dem ist nicht das Ergebnis, sondern dass es Freude macht und zur eigenen Lebensphase passt.
Deine Einladung zur Schatzsuche
Im März richten wir den Blick auf das, was bereits da ist – und darauf, was darin noch stecken könnte.
Vielleicht gibt es Dinge in deinem Alltag, die auf den ersten Blick ausgedient haben.
Und vielleicht lohnt es sich, noch einmal genauer hinzuschauen:
Was könnte mit etwas Kreativität ein zweites Leben bekommen?
Was liesse sich umnutzen, statt ersetzen?
Und wo steckt vielleicht mehr Potenzial, als du im ersten Moment siehst?
Es geht nicht darum, grosse Projekte umzusetzen.
Oft reicht eine kleine Idee, ein neuer Blickwinkel oder ein spielerischer Versuch. Denn manchmal entstehen aus den unscheinbarsten Dingen die schönsten neuen Schätze.
Unsere Schatzsuche im Rebhus
Bei uns im Rebhus steht der erste grosse Kindergeburtstag mit Gspänli vor der Tür. Das Geburtstagskind ist ein riesiger Asterix-&-Obelix-Fan.
Das bietet die perfekte Gelegenheit, Dekoration und kleine Props selbst zu gestalten – vorzugsweise aus Recycling- und Naturmaterialien wie Blättern, Karton und Steinen.
Frage zum Mitnehmen
Was in deinem Alltag wirkt auf den ersten Blick „ausgedient“ – und könnte mit einem neuen Blick doch noch einmal wertvoll werden?
Im April richten wir unseren Blick nach draussen – auf das, was wächst, gedeiht und uns direkt vor unserer Haustür nährt.